Angebote

  • Kinder mit geistiger und mehrfacher Behinderung
  • Kinder im Alter von 4 – 18 Jahren, ev. Verlängerung bis 20 Jahre

Kinder mit einer geistigen und/oder mehrfachen Behinderung aus dem Zweckverband der Schulgemeinden im Bezirk Andelfingen haben das Recht auf einen Schulplatz in der Heilpädagogischen Schule Humlikon. Kinder aus folgenden Gemeinden werden ebenfalls aufgenommen: Pfungen, Dättlikon, Neftenbach, Hettlingen, Dägerlen, Dinhard, Altikon, Ellikon a.d.Thur. Wenn Plätze offen sind, werden nach Absprache Kinder aus umliegenden Bezirken und Kantonen aufgenommen.

Die Schule bietet Raum für 50 Schülerinnen und Schüler. Diese werden separativ in der HPS oder integrativ in der Regelschule geschult. 8 Klassen werden im Schulhaus unterrichtet. Zwei weitere Klassen sind an der Poststrasse 2 in Humlikon (ehemalige Post) eingemietet. Die Klassenzimmer sind für 8 Kinder konzipiert. Im Schulhaus stehen neben den 8 Schulzimmern weitere Räume zur Verfügung: • Gruppenraum • Aula • Pausenhalle • Essraum, Schulküche und Hauptküche • Therapieräume (2 Logopädiezimmer, 1 Raum für Physio- und Ergotherapie) • Bewegungsraum (kann auch als Malatelier eingerichtet werden) • Töpferraum • Hallenbad • Schulleitungsbüro • Sekretariat • Lehrerzimmer • Spielplatz und Ballspielplatz (hinter dem Haus)

Das gesamte Angebot der Heilpädagogischen Schule beruht auf dem Bestreben nach einer ganzheitlichen Förderung des Kindes. Ziele dieser Förderung sind der Aufbau von

  • Selbstkompetenz: Erfahren der eigenen Person, Aufbau von Selbstvertrauen, Fähigkeit, sich selbst zu versorgen und zur Sicherung der eigenen Existenz beizutragen.
  • Sozialkompetenz: Fähigkeit, sich in der sozialen Umwelt zu orientieren, sich einzuordnen, sich zu behaupten und sie mitzugestalten.
  • Sachkompetenz: Fähigkeit, die Sachumwelt zu erkennen und sie mitgestalten zu können.

Weitere Angebote der HPS Humlikon

  • Religionsunterricht
  • Handarbeit
  • Reiten
  • Zahnpflege
  • Schularzt für Impfungen 
  • Berufsberatung
  • Verkehrsunterricht 
  • Leistungsstunden für SchülerInnen der Oberstufe und Werkklasse (Mittwoch und Donnerstag nach dem regulären Unterricht)

Montag, Dienstag und Donnerstag verbringen die Kinder ihre Mittagszeit in der Schule. Das Personal leitet die Kinder beim Essen an, hilft beim Umgang mit Essbesteck und Trinkgeschirr und achtet auf Tischsitten und Gesprächskultur. Anschliessend erfolgt Anleitung bei der Zahnpflege, Hilfe in der Garderobe und Gelegenheit für Spiele im Freien oder Beschäftigungen im Schulhaus.

Jedes zweite Jahr (für die Werkklasse jedes Jahr) findet ab der Mittelstufe ein Klassenlager teil, das für alle Kinder obligatorisch ist. Ausnahmen müssen durch die Schulleitung bewilligt werden. Die Kindergarten- und Unterstufenkinder gehen in dieser Zeit in die Schule. Es können spezielle Programme durchgeführt werden.

Die gemeinsamen Aktivitäten:

  • Schulbeginn aller Klassen am Montag in der Aula 
  • Pause, Mittagspause
  • Abschlussfeier Semester und Schuljahr
  • Klassenübergreifende Stunden im Werken, Turnen, Schwimmen, Rhythmik, Sprache, Singen
  • Lager von Mittel- und Oberstufe
  • Projekte: Zirkus, Theater, Feste

Integrationen von geistig behinderten Kindern in die Regelschule

Zur Sonderschulung gehört die Schulung in Tagessonderschulen und Heimsonderschulen, die in die Regelklasse integrierte Sonderschulung und als Ausnahmefälle die Sonderschulung als Einzelunterricht.

Die HPS Humlikon bietet Integrationen gemäss den Vorgaben der Bildungsdirektion an. Die Rahmenbedingungen der integrierten Sonderschulung sind in einem Rahmenkonzept (Arbeitsversion) der Bildungsdirektion für die Übergangszeit von 2008-2010 festgelegt.

Wenn nach der Abklärung durch den Schulpsychologischen Dienst feststeht, dass eine Sonderschulung nötig ist, empfiehlt der SPD neben Art und Umfang auch die geeignete Form der Sonderschulung. Ist eine integrierte Sonderschulung nicht möglich, so ist dies im schulpsychologischen Bericht zu begründen, da gemäss Leitsatz 3 des Bildungsrates (Verabschiedung im Juli 2006) integrative Schulungsformen die Regel sind.

Der Entscheid für eine Sonderschulung wird durch die Schulpflege gefällt.

Im Zweckverband sind die Planungsschritte zur Integration festgelegt: 

  • Bei einem Kind wird in Betracht gezogen, dass es Sonderschulung benötigt. Die Eltern wünschen, dass ihr Kind in der Gemeinde integriert werden soll. 
  • Die Schulpflege wird informiert und veranlasst bis spätestens Ende Oktober beim SPD eine schulpsychologische Gesamtbeurteilung. Diese beinhaltet die Klärung der Sonderschulbedürftigkeit inklusive einen Runden Tisch mit den Beteiligten, in Anwesenheit der Schulleitung der HPS Humlikon. Die Gesamtbeurteilung soll bis spätestens Ende Januar stattfinden. 
  • Ergibt das Resultat der Gesamtbeurteilung, dass das Kind Sonderschulung benötigt, stellt der SPD Antrag bei der Schulpflege und empfiehlt Integration oder Separation. 
  • Die Schulpflege beschliesst die Sonderschulung und meldet das Kind bei der HPS an. 
  • Die Eltern füllen die Anmeldung für die HPS a
  • Die HPS klärt am Runden Tisch oder in einem separaten Gespräch die Details der Beschulung ab. Dieses Gespräch findet bis spätestens Ende Februar statt. 
  • Die Beschlüsse zwischen der Regel- und der Sonderschule werden in einem Protokoll festgehalten. 
  • Die Sonderschule ist, in Zusammenarbeit mit der Regelschule, verantwortlich für Planung, Organisation und Durchführung der integrativen Sonderschulung. Der SPD kann bei Bedarf jederzeit beigezogen werden. 
  • Die personellen und lokalen Gegebenheiten und Möglichkeiten der Regelschule werden in die Planung mit einbezogen. 

Weitere Integrationsmöglichkeiten: 

  • Kindergartenkinder besuchen tageweise den Regelkindergarten ihrer Gemeinde.
  • Einzelne Kinder können nach Notwendigkeit und Möglichkeiten am Unterricht in anderen Klassen (HPS oder Regelschule) teilnehmen.